[Beitrag] Aus dem Leben eines BuWis | Hausarbeiten

Wie einige von euch bereits wissen, studiere ich bereits seit fast 1,5 Jahren den Studiengang Buchwissenschaft in Mainz. Es war schon immer und wird es auch auf ewig bleiben: Mein Traumstudiengang. Bereits früh in der Oberstufe wusste ich wo es mich hintreiben wird, während um mich herum die meisten noch planlos durch die Schule liefen. Schon immer führte ich eine sehr enge Beziehung zu Büchern. Aufwachsen in einem Haushalt, der gerne (vor-)liest, kreatives Schreiben bereits in der Grundschule, erste Testlesererfahrungen dank des dtv Verlags („Die Ameisenkolonie“, ET: 2014), führen dieses Blogs seit August 2013 (Es werden dieses Jahr unfassbare fünf Jahre!), veröffentlichen einer Kurzgeschichte in einer Anthologie im Mai 2015 und nun seit Oktober 2016 das buchige Studium.

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Doch was macht dieses Studium für mich aus?

Es sind die vielfältigen Themen mit Bezug auf die Buchbranche, die es so unfassbar interessant machen. Welche Verlagstypen gibt es? Was macht ein Buchhändler eigentlich alles? Wieso entwickelte sich die Buchbranche so wie wir sie heute kennen? Fragen über Fragen, alle aus unterschiedlichen Bereichen der Buchbranche und doch alle Thema in diesem Studiengang! Was das ganze noch besser macht? Die Möglichkeit über eine bunte Themenvielfalt Hausarbeiten zu schreiben!

Wieso das ganze?

Nach diesem Semester schrieb ich bereits an meiner dritten und vierten Hausarbeit. Anscheinend hatte ich aus dem vergangenen Sommersemester mit ebenfalls zwei Hausarbeiten nichts gelernt und mich nicht nur erneut für zwei wichtige Hausarbeiten angemeldet, sondern einen Schnee-Urlaub und den Besuch der LBM zusätzlich eingeplant. Das bedeutete wiederum einiges an Stress und ich müsste lügen, wenn ich nicht offen einstehen würde, dass es mich nervlich wirklich fertiggemacht hat. Aber das liegt an meiner übereifrigen Planung, nicht an dem Studium selbst. Dieses ist wirklich eins der angenehmsten, von denen ich je Notiz genommen habe.

Doch was machen Hausarbeiten in diesem Studiengang so besonders? Es sind die zahlreichen Themen, die man sich als Student hierfür aussuchen darf. Klar, dass darf man in der Regel auch in anderen Studiengängen. Wen sein Studium interessiert, den sollten in der Regel auch die Themen für Hausarbeiten interessieren. Jedoch möchte ich euch, da ihr ja offensichtlich sehr viel für Bücher übrig habt, gerne zeigen, welche Themen euch die Buchwissenschaft bieten kann. Eventuell finden sich unter euch ja auch ein paar Abiturienten, die noch nicht so genau wissen, in welche Richtung sie nun gehen möchten. Dieser Umstand ist generell auch der Grund für diese neue Beitragsreihe. Ich möchte euch neue Einblicke in den Studiengang Buchwissenschaft ermöglichen und so möglicherweise Neugierige erreichen oder bisher Uninteressierte zum Überdenken anregen. 🙂

Die Hausarbeiten

Wie bereits angesprochen habe ich bereits vier Hausarbeiten geschrieben. Die erste war direkt eine der wichtigsten zum Seminar „Verlagstypen“. Im Fokus meiner Arbeit standen die „Blogger Relations als moderne Marketingstrategie belletristischer Publikumsverlage“. Zunächst wollte mir mein Dozent von dieser Idee abraten, da es kaum bis gar keine Forschungsliteratur zu unserer Kooperationsform gibt. Als letzte Lösung verriet ich ihm die Existenz meines Buchblogs (das war mir dann doch ein wenig unangenehm). Es half! Nachdem ich ihm desweiteren einiges an passender Lektüre vorlegte, war er vollends überzeugt: Sie können das schaffen!

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Ich war völlig aus dem Häuschen, wie cool war es bitte, über sein Hobby eine Hausarbeit schreiben zu dürfen? Noch dazu: Als aktuelle Belege mussten auch einige eurer Blogs herhalten, darunter ganz dreister weise auch mein eigener! Ein geniales Gefühl!

Meine zweite Hausarbeit behandelte die Analyse von „Chic Lit – Ein Mix aus Ähnlichkeits- und Wunschidentifikation“. Hier konnte ich in eine neue Rolle des Lesers eintauchen und mich mit einem Genre näher beschäftigen, dass so bisher gar nicht auf meinem Radar auftauchte. Gleichzeitig lernte ich zu verstehen, wieso Frauen gerne mal Chic Lit lesen. Man kann sich also nicht nur in den Bereichen austoben, in denen man sich bereits gut auskennt, sondern auch andere Blickwinkel einnehmen, welche einem im Nachhinein in seinem Denken weiterbringen können.

Meine dritte Hausarbeit „Buchhandlungen und Blogger – Wirksamkeit der Blogger Relations für den stationären Buchhandel“ behandelte wie der Titel bereits verrät wieder mein Herzensprojekt der Blogger Relations. Besonders dieser Umstand, dass ich immer wieder dahin zurückkehren kann, freut mich riesig. Anfangs hatte ich die Befürchtung, nun nicht mehr in dieser Richtung Forschen zu dürfen. Doch im Gegenteil! Ein Forschungsschwerpunkt ist gern gesehen! Das kommt mir als Buchbloggerin natürlich sehr entgegen. Auch mit Blick auf den späteren Berufswunsch im Online-Marketing eines Verlags zu landen kann dieser mal von Vorteil sein.

In der vierten Hausarbeit, die aber im Grunde parallel zur dritten verlief, behandelte wieder ein völlig anderes Thema: „Covergestaltung im Hinblick auf die Zielgruppenansprache“. Hier konnte ich super meine Kenntnisse aus dem ehemaligen Bildende Kunst Leistungskurses einbauen. Außerdem war es interessant mal analysierend ein Cover genauer unter die Lupe zu nehmen. Wen die spätere Arbeit als Grafiker oder in der Herstellung interessiert, hätte im passenden Seminar durchaus an Erfahrung sammeln können. Es gibt bei uns übrigens auch regelmäßig InDesgin und Quark Xpress Kurse!

Fazit

Wen Buchbranchen Themen aus diversen Schwerpunkten näher interessieren und wer diese auch gerne mit einem forschenden Aspekt genauer betrachten möchte, für den könnte unser Studiengang Buchwissenschaft durchaus etwas sein! Außer in Mainz kann man das Fach übrigens auch in München, Erlangen und Leipzig studieren.

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