[Unterwegs] Leipziger Buchmesse 2017

Vergangenen Freitag machten sich meine Mutter und ich uns auf den Weg nach Leipzig. Um 23 Uhr ging es Zuhause los zum Bahnhof. Da wir sehr kurzfristig entschieden haben uns auf nach Leipzig zu machen, war eine preiswerte Unterkunft zu finden beinahe unmöglich. Also beschlossen wir eine Reise per Nachtzug anzutreten.

Nachtzug nach Lissabon…eh Leipzig!

Wir hatten Glück mit unserem Abteil, es befand sich nur eine weitere Reisende darin. Das ermöglichte es uns, dass wir gegenüberliegende Sitze ausziehen konnten und beinahe ein gerades Bett zum Schlafen vorfanden. 

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Zwar war in dieser Nacht nicht wirklich an ruhigen Schlaf zu denken, aber wie könnten wir auch vor lauter Aufregung auf Leipzig? Schließlich war die Leipziger Buchmesse eine völlig neue Erfahrung für uns, umso neugieriger waren wir daher auf die kommenden neuen Eindrücke.

Unser erstes Date mit der Leipziger Buchmesse

Dank des Adrenalins vor lauter Aufregung merkte man uns den Schlafmangel (hoffentlich) kaum an. Morgens um 6 Uhr standen wir bereits inmitten der Altstadt in der frischen Luft. 
Leipzig besitzt wirklich schöne Gebäudefassaden. Und Gott sei Dank auch Cafés, die bereits um 6:30 Uhr öffnen und leckeres Frühstück anbieten. Wir können das „Lukas“ von nun an allen herzlichst empfehlen. Sehr nette Mitarbeiter, selbst zu einer viel zu frühen Uhrzeit. 🙂
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns dann schließlich gegen halb 9 Uhr auf den Weg zur Messe. Da wir noch relativ früh in den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs waren, waren sie zwar durchaus schon voll, jedoch kamen wir immerhin noch in die Fahrzeuge hinein. Eine halbe Stunde später war das anscheinend schon nicht mehr ohne Einsatz von Ellbogen möglich. Doch wir schafften es unbeschadet zum Messegelände & wow! Was für eine wahnsinns Kulisse, die sich da einem offenbart!
Unser erster Halt war die Bekanntgabe der Shortliste des DELIA-Preises in Halle 5. Dort wollte ich mich eigentlich mit der wundervollen Autorin Kyra Dittmann treffen. (Ihr kennt sie bereits aus diesem Interview.) Jedoch steckte sie genau in diesem Moment noch zwischen den riesen Massen der Messebesucher fest. Aber das hielt uns natürlich nicht davon ab, uns wenig später endlich wieder zu sehen. Es war auch für sie ihre erste Leipziger Buchmesse. Bisher hatten wir uns stets nur in Frankfurt getroffen.

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Mit ihrem neuen Buch >>Dark Horse Mountain<<* konntet ihr sie ebenfalls am Stand des Coppenrath Verlags antreffen. Weitere Bücher sind, wie ich hören durfte, bereits in Planung. 🙂

Innovation und Fortschritt im Neuland 2.0

Ebenfalls in Halle 5 befand sich die Area Neuland 2.0. Besucher konnten hier verschiedenste Start-Ups entdecken, die interessante Projekte entwickelt haben. In der Mitte dieser Area konnte sich jeder zwei Bällchen greifen und für seinen Favoriten abstimmen. 

Meine Bällchen gingen zum einen an ein Projekt, bei dem eine App den Text animiert darstellt. Normale Leser müssen so nicht mehr umblättern oder mit den Augen de Zeilen folgen, sondern können ganz einfach die sich fortbewegende Wörter lesen. Weiterhin ist diese App hilfreich für das Arbeiten mit Büchern in der Schule. Dank der Animationen wird das Lesen für Kinder zu einem völlig neuen Erlebnis und Lehrer können gezielt die Lese-Fortschritte ihrer Schüler überblicken.

Außerdem ein tolles Projekt, welches von mir ein Bällchen erhielt, war die Entwicklung von Büchern in Großschrift. Es ist eine schreckliche Vorstellung für mich, eines Tages aufzuwachen und keine Bücher mehr lesen zu können, weil die Schrift zu klein geworden ist. Auf jeden Fall eine Entwicklung, die jedem Bücherliebhaber einmal hilfreich sein könnte.

Ein Buchtipp für dich!

Wahrscheinlich habt ihr selbst von der Aktion von Lovelybooks gehört oder sie persönlich auf der Buchmesse gesehen. Denn LB hat über das Gelände der Buchmesse hinweg immer wieder tolle Plakate aufgehängt. Eines davon mit de Titel „Ein Buchtipp für dich“.

Wie ihr auf dem Bild sehen könnt wurden bereits einige Buchtipps abgerissen. Aber eine Buchempfehlung, die noch immer hing, möchte ich euch als eine persönliche Empfehlung ans Herz legen: >>Tote Mädchen lügen nicht<<*. Mittlerweile sind schon ein paar Jährchen ins Land gezogen, seit ich das Buch selbst gelesen habe. Jedoch erhält das Buch toller weise derzeit wieder ein wenig mehr Aufmerksamkeit, da alle Fans sehnsüchtig auf die Serie zum Buch warten.

Schattiges Plätzchen zwischen all meinen Büchern

Ihr denkt dabei an euch auf einer weichen Wiese im Sommer, geschützt von der Außenwelt auf einem schattigen Plätzchen unter einem Baum, umgeben von euren liebsten Büchern? Das wäre zwar auch ein Träumchen, ist jedoch nicht das was ich meine!

Genauso toll wäre doch die Möglichkeit nicht nur entfernt vom Bücherschrank einen Leseplatz zu haben, sondern bereits IM Regal mit Lesen zu beginnen! Genau das ermöglicht dir ein stabiles Regal, das auf der Buchmesse zu entdecken galt. Eigentlich für einen Cosplayer Wettbewerb genutzt, durfte auch ich mich in das Regal wagen und Bilder machen. Auf jeden Fall eine Überlegung wert, wo ich mir so ein Bücherregal mal hinbauen kann. 😉

Lovelybooks Lesertreff 2017

Gegen 14 Uhr erreichten wir das Congress Centrum der Messe, um pünktlich zum LB Lesertreff zu erscheinen. Noch sehr kurzfristig waren meine Mutter und ich gemeinsam an eine Einladung gekommen, weswegen wir uns selbstverständlich eine der heiß begehrten Goodie-Bags teilten.

Die Moderation übernahm die bezaubernde Tine von Lovelybooks mit ihrer sympathischen Art. Das hast du richtig toll gemacht! 🙂
Zu Gast war dieses Jahr die Autorin Anne Freytag mit ihrem neuen Buch >>Der Mund voll ungesagter Dinge<<* aus dem Heyne Verlag. Bisher hatte ich schon viel über die Autorin gehört, besonders über Twitter, da dort einige Fans von ihr auf meiner Timeline vertreten sind. Gelesen habe ich selbst bisher jedoch noch nichts von ihr – das kann ja aber noch werden. 😉
Anne Freytag besitzt auf jeden Fall eine tolle Ausstrahlung und zeigte uns dank ihrer Antworten einen kleinen Einblick in ihre Arbeit und Gedankenwelt als Autorin. Ein sehr schönes Interview!

Vorablesen.de Lesertreffen 2017

Anschließend ging es schon relativ bald zu dem Lesertreffen von Vorablesen.de. Dort gab es für uns eine Lesung von Marah Woolf aus ihrem Buch >>Götterfunke – Liebe mich nicht<<*. Bisher war ich nur mit dem Cover in Berührung gekommen. Doch die Leseprobe, die uns Marah Woolf gab klang wirklich interessant. Zwar ist das Werk vermutlich besser für Jugendliche Leser geeignet, doch das hält auch Erwachsene nicht davon ab es zu mögen. 🙂

Humorvolles Ende

Nach Verlassen des Messegeländes war für uns die buchige Reise noch nicht vorbei. Bis es wieder hieß, einsteigen in den Nachtzug Richtung Heimat, zog es uns in den Hugendubel. Dort gab es eine Lesung von Kai Twilfer aus dem letzten Band seiner Trilogie >>Schantall – tu ma die Omma Tschüss rufen!<<*.
Obwohl Hugendubel einiges an Platz bieten konnte, war das Obergeschoss gerammelt voll. So voll, dass es ziemlich schnell sogar hieß „Wegen Überfüllung geschlossen!“.

Meine Mutter und ich hatten grad so noch Glück einen halbwegs guten Patz gemeinsam zu ergattern. So konnten wir völlig entspannt unsere Lachmuskeln arbeiten lassen. Zwar waren wir uns beide einig, zum selbst lesen wäre das Buch dann doch nichts für uns. Aber vorgetragen von dem Autor höchstpersönlich war es ein völlig anderes Erlebnis.

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Ab in die Heimat…Wunschliste erstellen!

So neigte sich der Tag in Leipzig langsam dem Ende entgegen und es hieß wieder ab in die Heimat. Erneut hofften wir auf gute Plätze in einem leeren Abteil und hatten das Glück auf unserer Seite. Der Zug war generell um einiges leerer als auf der Hinfahrt und auch wir hatten unser ganzes Abteil für uns alleine. Außerdem gelang es uns, das kleine Reich diesmal wirklich warm zu heizen, sodass wir völlig fertig von dem Tag ein paar Stunde Schlaf fanden.

Als der Wecker zum Aufwachen klingelte und wir bereit zum Ausstieg aus dem Fenster schauten, bemerkten wir schnell, dass wir nie im Leben schon am Ziel sein konnten. Wenig später stand dann ach fest: Der Zug hatte 78 Minuten Verspätung und wir befanden uns erst in Frankfurt. Wäre jetzt schon Oktober hätten wir ja glatt aussteigen können. 😉
Da wir uns wenigstens IM warmen Zug befanden und so einen kürzeren Aufenthalt in Mannheim haben würden, war uns die Verspätung sogar ganz recht. Das es das auch mal geben würde. 😀
Völlig erschöpft erreichten wir dann also gegen 6 Uhr morgens unser Zuhause und plumpsten ohne Umwege ins unsere gemütlichen Betten. Bis 17 Uhr ließ ich mich dann auch nicht mehr blicken.
So schnell kann eine 32h Reise vorbei gehen. Jetzt bleibt nur noch zu sagen:

Auf Wiedersehen Leipzig!

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2 Gedanken zu “[Unterwegs] Leipziger Buchmesse 2017

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