[Gastbeitrag] Sport ist Mord – ein Kommentar zu Lesemarathons

Vorab: Heute gibt es für euch einen kleinen Gastbeitrag, den die liebe Tasmin verfasst hat. Ihr kennt sie vielleicht schon von ihrem Blog Tasmetu.

Der Beitrag passt momentan natürlich besonders gut, schließlich startet am Montag bei mir ein Lesemarathon.

Solltet ihr übrigens auch Interesse daran haben hier mal einen Gastbeitrag zu veröffentlichen, dann meldet euch ganz einfach bei mir. 🙂

Jetzt aber viel Spaß mit Tasmins Beitrag!


Sport ist Mord. Das gilt auch beim Lesen. Zumindest sehe ich das so.

Mein Name ist Tasmin, ich schreibe sonst auf meinem Blog Tasmetu und darf hier heute über Lesemarathons schreiben. 🙂

Annika mag Lesemarathons ziemlich gerne und das ist auch vollkommen okay so. Ich verstehe, warum es Leuten Spaß macht und wieso sie daran teilnehmen. Die Motivation, möglichst schnell möglichst viel zu lesen, ist vor allem für Buchblogger ein Reiz und natürlich auch eine interessante Herausforderung.

Aber für mich persönlich ist das nichts. Nicht nur, weil ich beim Wort Marathon immer gleich weglaufen möchte (Ha-ha, der war schlecht, ich weiß), sondern für mich gibt es auch keinen Reiz dahinter. Ich lese von Haus aus relativ schnell und der selbst auferlegte Leistungsdruck, der durch einen Lesemarathon entstehen würde, wäre nicht gut für mich. Wenn ich ein Buch unter Stress und mit dem Gedanken „Ich muss das Buch jetzt aber so schnell wie möglich beenden“ lese, bewerte ich es schlechter, weil es mir viel weniger Spaß macht und weil ich dann auch dazu neige, ganze Seiten zu überspringen um schneller ans Ziel zu kommen. Vielleicht hätte ich dann am Ende einer Woche 4 Bücher gelesen, sie aber alle schlecht bewertet weil ich sie mit absolutem Stress gelesen habe und nach ein paar Tagen gar nicht mehr weiß um was es ging.

Das ist auch so ein Grund. Mein Gedächtnis lässt mich vor allem bei (Protagonisten) Namen ohnehin sehr schnell im Stich, aber wenn ich durch ein Buch durchrenne – nur um des Beenden Willens – kann ich mich ganz schnell an gar nichts mehr erinnern. Vor einigen Jahren habe ich die „Das Zeitalter der Fünf“ Trilogie von Trudi Canavan gelesen. Alle drei dicken Bücher innerhalb von vier Tagen (trotz Schule!), weil ich sie zurückgeben wollte. Mittlerweile ist alles, was ich noch über die Bücher weiß, dass ich sie gut fand. Um was es ging? Keine Ahnung.

Natürlich habe auch ich schon öfter mal darüber nachgedacht, an einem Lesemarathon teilzunehmen. Denn es hilft ungemein, sich eine Art festen Termin, ein Event, freizuhalten um es nur seinem Hobby zu widmen. Dann nimmt man sich nämlich endlich mal die Zeit, die man sich sonst nicht nehmen würde. Aber andererseits kenne ich mich viel zu gut: Ich lese fast ausschließlich in der S-Bahn, zu Hause habe ich viel zu viele andere Dinge im Kopf als das ich mich in Ruhe mal zwei Stunden hinsetzen und lesen könnte. Daran würde auch ein Lesemarathon nichts ändern.

Wie steht ihr dazu? Was spricht eurer Meinung nach für / gegen Lesemarathons?

Tasmin von Tasmetu
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3 Gedanken zu “[Gastbeitrag] Sport ist Mord – ein Kommentar zu Lesemarathons

    • Diese Einstellung kenne ich nur zu gut. 🙂
      Wenn ich Lust darauf und Zeit dafür habe, bin ich immer gerne bei Lesemarathons mit am Start. Aber auch da bestimme ich mein Lesetempo selbst – erzwingen sollte man da nichts. 😉

  1. Wettbewerbsfähiges Lesen ist nichts für mich. Ich lese aus Spaß und zum Genuss. Wenn es nur noch ums Seiten runterreißen geht, ist das auch nicht so meins. Bei einem LeseMARATHON war ich deswegen noch nicht dabei. Aber bei diversen Lesenächten. Das finde ich immer ganz nett, wenn man sich via Twitter und Co. darüber austauschen kann. Unter diesem Aspekt könnte ich mir auch einen Lesemarathon gut vorstellen.

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