[Blogtour] Tyne 1 – Was steckt hinter Tyne?

Heute startet wie angekündigt die Blogtour zu „Tyne 1 – Liebe ohne Morgen“, ein Buch, das mir persönlich sehr gut gefallen hat! Meine Rezension könnt ihr durch einen einfachen Klick erreichen.

Den Auftakt mache diesmal ich mit einem Thema, das mich auch persönlich sehr interessiert hat. An dieser Stelle Vielen Dank an Gabriele Ketterl für den verfassten Text! 

Bevor es losgeht, hier für euch noch der versprochene Fahrplan der Blogtour:

Was steckt hinter Tyne?

Vor über 20 Jahren war ich das erste Mal in Schottland. Es dauerte … grob geschätzt … 30 Minuten und ich war in Land und Leute verliebt.

Gabriele Ketterl pflegt eine enge Verbundenheit zu der Location und den Figuren ihres Werkes „Tyne“ und steckte einiges an Herzblut in die Recherchearbeit.

Bereits nach ihrem ersten Besuch Schottlands reifte in Gabriele der Gedanke heran, ein Werk mit diesem Setting zu schreiben. Als dann etliche Jahre später ihre Agentin darauf drängte, Gabriele solle einen neuen Vampir-Plot entwickeln, stand die Location natürlich schnell fest.

Auf dem MPS, dem Mittelalterlich Phantasie Spectaculum sah und  hörte ich das erste Mal die Band Soar Patrol. Bandleader Charlie Allan beeindruckte mich zutiefst, die ursprüngliche Musik mit Dudelsack und Drum tat ihr Übriges. Ich war in den Jahren um 1700!

Einige Kostproben der Band wollte ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Als nächstes beschäftigte Gabriele Ketterl nun die Frage nach dem entscheidenden Ereignis bei dem die MacFarlanes fast ums Leben kommen sollten. Bereits an diesem Punkt waren ihr Daniel, Andrew und Steward zu sehr ans Herz gewachsen.

Ich nahm mein Geschichtsbuch und meine Erinnerungen und ließ alles auf mich wirken. Ein Datum prägte sich fest ein und wollte nicht mehr aus meinem Gedächtnis:

Der 24. Februar 1587!

Nach weiteren Recherchen stieß Gabriele schließlich auf ein Ereignis vom 8. Februar 1587: 

[An diesem Tag] wurde Mary Queen of Scots auf Schloss Fotheringbay enthauptet. Ein für Schottland so tief gehendes Ereignis, dass es zur Folge hatte, dass sich – zum letzten Mal – die großen und einst mächtigen Highland Clans erhoben, in der stillen Hoffnung, doch noch einmal zu altem Ansehen und alter Stärke zu gelangen.

Ich recherchierte im Netz und in alten Sammlungen. Dann bin ich auf eine Schlacht in den Highlands an den Ufern eines Lochs gestoßen. Auf Drängen eines Mitgliedes des Clans Cameron hatten sich die Chiefs und Chieftains erneut erhoben, um die Verunsicherung direkt nach Marys Hinrichtung für ihre Zwecke zu nutzen und sich ihre Länderein und ihre Rechte zu sichern. Ich wusste sofort: Das war es! Hier haben die MacFarlanes gekämpft und hier haben sie um ein Haar ihr Leben verloren.

Hier musste Gabriele Ketterl dann einen kleinen Zeitsprung von gut 200 Jahren machen und sich in das Jahr 1766 begeben. In dieser Zeit interessierten sie besonders die verschiedenen Schlössern. Bei der Wahl der Schlösser ging es ihr jedoch nicht darum eines mit einer Legende oder dergleichem zu finden, sondern es ging ihr um das Erscheinungsbild des Schlosses, welches sie schlicht inspirieren sollte. Aus diesem Grund durchforstete sie in Kleinstarbeit etliche Fotografien.

Zu meiner eigenen Überraschung war es ausgerechnet das abgelegene, aber beeindruckende Crichton Castle, das mich nicht mehr losließ. Hier und nirgendwo anders sollte mein Portal der Zeit sein. Dass Crichton nahe der Quelle des River Tyne lag, passte wie die Faust aufs Auge.

Auch für die weiteren in der Geschichte eine Bedeutung habende Schlösser fand sie auf diesem Wege. Jedoch möchte sie den Lesern nicht die eigene Fantasie rauben, in dem sie ihnen ihre Bilder aus der Recherche zeigt. Sie hat stattdessen versucht, die Schlösser so getreu und authentisch wie möglich für den Leser zu beschreiben.

Nun fehlten noch die Gegebenheiten in der Gegenwart. Die Locations waren hier kein Problem, kannte sie etliche Orte noch von ihren Reisen. Daher kam es ihr in dieser Phase besonders auf die Ausarbeitung der Figuren an.

Meine „Su“ hat einen realen Gegenpart im heutigen Berlin. Eine wunderbare, total verrückte künstlerisch, kreative Freundin. Sängerin, Zeichnerin, Webseitengestalterin – und ausgesprochen liebenswert-chaotisch!

Daniel gibt es im realen Leben ebenso, ein italienischer Künstler, mit dem wir noch eine kleine Überraschung für Tyne 2 planen 🙂

Der Earl of Bothwell ist eine reale Gestalt aus der Geschichte. Als ich bei meiner Reise nach Schottland feststellte, dass er tatsächlich einst der Herr von Crichton Castle war, wurde mir schon ein wenig kühl unter meinem Pulli.

Mein Chieftain des Clans der Isle of Skye ist kein anderer als besagter Charlie Allan. Der tatsächliche (aktuelle) Chief des Clanranald Clans und Gründer des Duncarron Medieval Village war prädestiniert für diese Rolle!

Ich habe tatsächlich eine leichte Gänsehaut bekommen, als ich feststellte, wie viele Elemente der Geschichte tatsächlich Bezüge zur Wirklichkeit haben. Solche Geschichten mit historischen Elementen haben mich schon immer begeistert. Eins muss ich wirklich noch betonen: Ich habe riesigen Respekt vor einer so aufwendigen Recherchearbeit! 


Wie immer gibt es natürlich auch noch etwas kleines zu gewinnen:

Um eines der Prints zu gewinnen, müsst ihr einfach hier oder auf einem der anderen teilnehmenden Blogs kommentieren. Manchmal, wie bei mir, auch eine Frage beantworten.
Je öfter ihr kommentiert, desto größer sind natürlich auch eure Chancen. Also fleißig auch die folgenden Beiträge durchlesen! 🙂

Meine Frage:

Wie ist euer erster Eindruck zur Musik von „Saor Patrol“? 

Das Kleingedruckte:

  • Teilnahmeschluss ist der 06. Juli 2015 um 18 Uhr. Ausgelost wird am darauffolgendem Tag.
  • Teilnahme ab 18 Jahren und Postanschrift in Deutschland
  • Keine Barauszahlung des Gewinns.
  • Kein Ersatz beim Verlust auf dem Postweg.
  • Der Rechtswegs ist ausgeschlossen.
  • Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet.
  • Gewinner werden per Mail benachrichtigt. Also bitte darauf achten eine anzugeben!
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8 Gedanken zu “[Blogtour] Tyne 1 – Was steckt hinter Tyne?

  1. Dankeschön für den interessanten Blogbeitrag. Die Musik von der Gruppe kannte ich noch nicht, ich habe mir aber den Clip oben angeschaut und mir hat er nicht gefallen, nicht mein Geschmack.

    Liebe Grüße,
    Daniela

  2. Hallo,

    die Musik ist nicht das was ich normalerweise höre. Aber es ist ja immer interessant neues zu entdecken 🙂

    LG
    SaBine

  3. Hallo,

    Der Blog beinhaltet viele interessante Details, einige kannte ich schon, andere waren neu.
    Ich finde es immer interessant und wissenswert zu erfahren wie eine Geschichte entstanden ist, wie vorgegangen wurde, was tatsächlich recheriert wurde, was war Zufall, wieso ist die Story so wie sie ist, Location Auswahl… kurz: was hat der Autor – hier die Autorin – dabei gedacht.Das bringt immer wieder neue Aspekte….

    Die Musik finde ich sehr passend und gut gewählt. Ich habe einen Faible for Dudelsack, Trommel und generell alte Musik (nicht ausschließlich, aber eben auch). Mir hat es gut gefallen und ja, es hat mir eine kurze Zeitreise ermöglicht. 😉

    LG,
    Kerstin

  4. Hm die Musik trifft leider nicht ganz meinen Geschmack, es erinnert mich irgendwie an Outlander. Trotzdem war es wieder sehr interresant und ich bin gespannt wie es weiter geht. LG

  5. Hallo Annika,
    ich habe noch nie etwas von denen gehört. Aber in fand es eigentlich ganz schön. Seit „Outlander“ habe ich meine Liebe zum Dudelsack entdeckt 🙂 Ich würde es jetzt nicht tagein, tagaus hören wollen, aber so hin und wieder könnte ich es mir vorstellen.

    Viele Grüße
    Laura

  6. Das gefällt mir wirklich sehr 🙂
    Musik, bei der man die Augen schließt und gleich bestimmte Bilder, Szenen vor Augen hat! Klasse! Bei mir läuft da ein echter Film ab. So wie z.B. Braveheart, die Kampfszenen oder eine Feierszene… einfach sehr beeindruckend und mitreißend! Ich habe größten Respekt vor Leuten, die Dudelsack spielen können und dann auch noch so virtuos alles drumrum arrangieren 🙂

    Liebste Grüße
    Bine

  7. Guten Abend,

    ein schöner Beitrag, danke 🙂
    Die Musik ist leider überhaupt nichts für mich, da muss ich passen!

    Sonnige Grüße, Melanie

  8. Einen schönen guten Morgen 🙂
    Danke für den schönen Beitrag, den ich sehr gern gelesen habe. Die Begeisterung der Autorin ist definitiv ansteckend! Da wünscht man sich direkt nach Schottland 🙂 Ich bin erstaunt über die detaillierte Recherche und wie vorgegangen wurde – wie dieser Plot entstanden ist – das klingt sehr spannend.

    Die Musik finde ich klasse, nichts was ich sonst höre, aber irgendwie dennoch schön. Ich hatte direkt Kopfkino – war früher auch gern mal auf diesen Mittelalterlichen Spektaculums und ich finde es einfach klasse. Als wenn man in eine andere Zeit versetzt wird.

    Ganz liebe Grüße
    Katharina

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