Shitstorm? Nein, danke!

Was sich da gestern abgespielt hat, ist nicht zu glauben.

Durch Zufall habe ich heute auf Twitter davon erfahren und mich mal genauer umgeschaut.

 

Darum ging es:

Gestern Mittag ging ein Beitrag auf einem frischen Buch-Blog online.
Durch schnelle Werbung über Twitter verbreitete dieser sich relativ gut und schnell.
Aber statt lauter positiver Rückmeldung entstand ein Shitstorm auf Twitter.
Den Beitrag, der die Lawine losgelöst hatte, findet ihr HIER.

 

Um ehrlich zu sein:

JA, er hat mir auch nicht sonderlich gefallen. JA, ich fande, dass in dem Beitrag alle anderen Blogger über einen Kamm geschert worden sind. JA, die Formulierungen waren teilweise nicht die Besten.
ABER! Das gibt niemandem das Recht einen Shitstorm gegen den Blog/die Person auf Twitter loszutreten.
Einige Beispiele der Rückmeldungen gestern findet ihr in dem Post der heute online ging. DORT wird so manches klar gestellt.
Auch auf Twitter gab es heute Stimmen, die nur den Kopf über den Shitstorm schütteln konnten.

Ich muss zugeben, ich habe nach dem ich beide Beiträge gelesen habe auch mit jmd auf Twitter darüber geschrieben. Aber ich wurde weder beleidigend noch gab es einen erneuten Shitstorm meinerseits.
Ich habe nur meine persönliche Meinung preisgegeben:

Der 1. Post war etwas unglücklich formuliert, sodass sich viele Blogger angegriffen fühlten.
Stellte aber auch klar, dass man, nur weil man den neuen Blog nicht mag und sich beleidigt fühlte, keine derartigen Tweets verfassen sollte die gegen die Person hinter dem Blog gehen.

Außerdem redete ich auch mit der Bloggerin selbst. Durch das kurze Tweet-Gespräch, merkte ich, dass sie eben NICHT alle Blogger gemeint hatte und der Beitrag einfach nur etwas missverständlich war.

JEDER darf seine eigene Meinung über Beiträge oder Blogs haben.

Hätte ich gestern Abend nur den 1. Post gesehen, hätte ich gedacht „Hm, wenn sie meint. Ich schreibe meine Rezensionen ehrlich und kenne nur Rezensenten, die das auch so handhaben.“ Dann hätte ich den Blog weggeklickt und es dabei belassen. Jeder darf ja seine eigene Meinung haben. Wenn man ein Problem mit Formulierungen hat, sollten diese aber nicht durch „zurück angreifen“ gelöst werden. Denn Lösen tut das gar nichts. Es verschlimmert.

Viele andere Blogger und ich waren uns einig, so ein Shitstorm gehört nicht in die Buchblogger Szene.
Bisher hörte man von vergleichbaren angriffen hauptsächlich aus anderen Bloggergruppen.
Unsere galt immer als eine hilfsbereite und tolerante.
Mir gegenüber sind bisher alle anderen Buch-Blogger auch so erschienen. Machte hier in der Buch-Blogger Szene sogar einige nette Bekanntschaften!

Ein Buchblogger sagte auf Twitter, wir dürften die Augen nicht vor dem, was gestern passierte, verschließen.
Und dieser Tweet brachte mich dazu diesen Beitrag zu schreiben.
Nicht um noch mehr Blogger auf den Shitstorm aufmerksam zu machen, sodass die Hetzkampagne weiter geht. Nein.
Ich schrieb diesen Beitrag um darauf aufmerksam zu machen, dass wir Buchblogger uns nicht zu solchen Shitstorms hinreißen lassen sollten/dürfen. Klar, die Meinung darf gesagt werden. Aber lieber konstruktiv und freundlich.

Wir sollten weiterhin das sein, wofür ich es auch bisher immer hielt:

Eine tolerante und hilfsbereite GEMEINSCHAFT.

Advertisements

8 Gedanken zu “Shitstorm? Nein, danke!

  1. Elli stand natürlich mal wieder auf dem Schlauch und hat das Ganze nicht mitgeschnitten. Ich habe das alles erst heute durch deinen Beitrag erfahren.
    Wenn ich ehrlich bin, überrascht mich die Reaktion anderer BloggerInnen nicht. Das Negative am Schreiben im Internet ist, dass vieles massiv falsch verstanden werden kann und – allein meine Meinung – auch oft falsch verstanden werden WILL. Ob das nun in einem Forum ist oder auf Twitter oder auf einem Blog… völlig egal. Wieso sollte die Buch-Blogger-Community da besser sein als jegliche andere Plattform? Im Netz haben wir alle (ich nehme mich da nicht aus) eine sehr empfindliche Seite. Auch ich habe beim Lesen des ersten Posts erst mal gedacht „Hmmm, fühle ich mich da angesprochen?“. Aber warum eigentlich? Der Beitrag trifft doch auf mich gar nicht zu meiner Meinung nach. Also muss ich auch nicht aus der Haut fahren. Vielleicht siehst du schon, worauf ich hinaus will. Wir neigen dazu, jede Kritik im Netz erst mal persönlich zu nehmen. Was Quatsch ist.
    Vielleicht sollten wir alle uns einfach mal ein bisschen weniger wichtig nehmen und nicht direkt die beleidigte Leberwurst spielen. Ich bin NICHT der Mittelpunkt der Gedankenwelt anderer BloggerInnen, ForennutzerInnen oder TwitteruserInnen. Ergo muss ich mich nur dann angesprochen fühlen, wenn ich glaube, dass eine Kritik auf mich zutrifft. Und wenn der Schuh passt, tja, dann sollte ich vielleicht mal mit mir selbst ins Gespräch gehen, statt mich in die Defensive gedrängt zu fühlen und mit Zähnen und Klauen mein angekratztes Ego zu verteidigen.
    Ich stehe auf und sage „Mehr Kritikfähigkeit, Leute!“.

    Viele liebe Grüße,
    Elli

  2. Danke für den Beitrag.
    Faszinierend finde ich, dass bei denen, die solche Shitstorms lostreten, mit schöner Regelmäßigkeit dieselben Namen auftauchen.
    Da ich letztes Jahr selbst das Vergnügen hatte, so einen Wind abzubekommen, bin ich seitdem sehr vorsichtig und ja, ich habe irgendwie seitdem die Freude am Bloggen verloren und kann all die Mädels verstehen, die in letzter Zeit ihren Blog geschlossen haben.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s