Darf ich bitten? Heike Gellert im Interview! +Gewinnspiel

Nun ist es so weit, mein zweites Interview geht online. Das ist das bisher 7. Interview unser riesigen Bloggeraktion. Täglich kommen neue Autoren dazu, die auch unbedingt teilnehmen wollen. Wir Blogger sind überwältigt!

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Das ganze würde ohne euch, liebe Leser, nicht so klasse klappen, also auch an euch schon einmal ein DANKE und noch viel Spaß mit all den folgenden Interviews!

Davon werden noch mindestens 3 weitere Interviews bei mir zu finden sein, mit wem, erfahrt ihr, wenn es soweit ist. ABER ich kann euch schon mal verraten, es ist ein weiterer kleiner Star nach dem nun schon Markus Heitz im Interview war!

Tipp 1: Es ist eine Autorin!

Aber jetzt geht es erst einmal wie versprochen los mit dem Interview mit Heike Gellert!


Heike Gellert

Quelle: http://www.merkmal-medien.de/sites/ewas/

Vielen Dank Heike, dass du dich für unsere Aktion interessiert hast und nun selbst zu einem Teil davon wirst!

Das Buch „Wenn der Tod lachen könnte“ enthält mehrere Kurzgeschichten, darunter eine von dir. Du hast aber auch schon Romane wie z.B. „Ewas Apfelernte“ geschrieben.

Was fällt dir denn leichter zu schreiben? Kurzgeschichten oder ganze Romane? Und was macht dir mehr Spaß?

Im Jahre 1996 habe ich an einem Romanwettbewerb teilgenommen. Dieser Roman nahm die „erste Hürde“ und kam in die abschließende Bewertung um sechs Romane. Es gab allerdings nur drei Preise. Ich schied aus.

Meinen ersten Kurzkrimi „Gerdas Fürsorge“ veröffentlichte ich im Jahre 2003. Die damalige Präsidentin der Mörderischen Schwestern, Susanne Mischke, machte auf diesen Wettbewerb aufmerksam. Das motiviert ungemein.

Ich wollte „Ewas Apfelernte“ im Jahre 2005 beginnen.

Quelle: http://www.derwesten.de/7163236

Denn im Mai des Jahres 2006 feierte unser Wasserschloss Herrenhaus „Haus Heeren“ die 400-Jahrfeier. Es wird nach wie vor von der Adelsfamilie von Plettenberg bewohnt, also fragte ich zunächst dort um Erlaubnis. Der Grafiker und Maler Wolfgang G. Buhre aus dem Nicolaiviertel in Unna wollte diesen Lokalkrimi illustrieren. Er brachte mich mit der Verlegerin Iris Budeus zusammen. Leider verstarb Wolfgang G. Buhre plötzlich und unerwartet. Die Verlegerin, die trotzdem den Krimi veröffentlichen und illustrieren wollte, wurde krank und verschob das Projekt. Da war im Dezember 2005. Ich suchte mir einen Medienpartner, Peter Pothmann, und fragte die Dipl.-Designerin Eva Simmet, ob sie den Lokalrimi illustrieren würde. Somit produzierte ich ihn rechtzeitig. Die Buchpremiere fand in Kamen-Heeren-Werve statt. Zudem gab es einen Verkaufsstand während der öffentlichen Feierlichkeiten im Innenhof des Schlosses.

Eigentlich habe ich Wettbewerbe um Kurzkrimis und Kurzgeschichten mitgeschrieben, um zu schauen, wo ich stehe, werde ich gedruckt. Denn ich hatte einen Beruf, der mich zeitlich ausfüllte.

Ja, ich schreibe sehr gerne Kurzkrimis – Spaß machen mir viele Genres. Und nachdem „Blancmanger“ 2012 erschienen ist, sollte und möchte ich nunmehr Humorvolles schreiben. Deshalb konzentriere ich mich derzeit weniger auf Kurzkrimis, obwohl ich soeben für das Jahr 2015 einen „Auftragsmord“ geschrieben und abgeschickt, sondern auf meine „Krimimödien“.

Das heißt, du hast mit Krimis das Schreiben begonnen? Wieso gerade dieses Genre bzw wieso das Genre der Krimimödie?
Was sprach gegen andere Genre wie Fantasy, Thriller, etc? Was begeisterte dich so an gerade diesem Genre? Ging es dir leichter von der Hand als die anderen Genre?

***lacht

Nein, ich habe als Kind schon gedichtet. Wie aus der Bibliografie meiner Homepage „Ewas Apfelernte“ zu ersehen ist, habe ich 1999/2000 zwei moderne Märchen (ehrenamtlich) geschrieben. Das eine ein Kräutermärchen „Außerirdische suchen Abenteuer am Hellweg“, das zweite ein Baummärchen „Wie Napoleon 1813 mit seinen Mannen einen Hochzeitstag störte.“

Schwerpunktthema im Naturreport war „Der Kräutergarten“. Ich hatte Spaß daran, über Kräuter zu schreiben.

                      

Das Baummärchen entstand nach einer Fotografie der Zwillingsbuche bzw. Napoleonsbuche in Lünen-Gahmen im Kreis Unna. Napoleon soll tatsächlich dort an der Buche ausgeruht haben. Schwerpunktthema im Naturreport war „Bäume“ und ich schrieb zum Waldvermehrungsprogramm.

In einem Schreibseminar allerdings, entdeckten die Dortmunder Autorin Gisela Schalk sowie die pädagogische Fachkraft der Volkshochschule Bönen, Annemarie Berg,  die „Ader“ zum humorvollen Krimi in mir. Frau Berg schickte mir ein Anmeldeformular für die Mörderischen Schwestern zu. Dort bin ich seit dem Jahre 2000 Mitglied.

 

Vielleicht kann ich Fantasy schreiben, vielleicht aber auch nicht. Ach, ich lese lieber. Ich lese nicht gerne Thriller, außer unblutige Psychothriller und werde wohl in naher Zukunft keine schreiben.

Haiku schreibe ich und habe bei Ingo Cesaro für seine Internationale Anthologie „Himmel wolkenlos“ veröffentlicht. Aphorismen finde ich super. In einem Seminar mit Friedemann Spicker habe ich die erarbeiteten Aphorismen für einen Bericht zusammen getragen. Dieser Bericht wurde in der Lit.Form des Westfälischen Literaturbüro Unna veröffentlicht.

Mein Kräutermärchen „Prinz Albert und sein Kräutergarten“ wurde mehrfach als Mitmach-Theater aufgeführt.

Die Idee zur Krimödie kam, als ich urkomische Zeitungsartikel las. Diese sammele ich. Mein Prota ist bereits eingeführt und bekannt: Etienne Chagall – pensionierter Polizeiarzt.

Leicht von der Hand geht mir das Schreiben nicht immer.  Bis ein Text druckreif ist, vergeht viel Zeit. Zunächst muss die Idee kommen, dann „cluster“ ich und überarbeite. Letztendlich ist das ein geringer Stundenlohn – weit unter dem heutigen Mindestlohn. 

 

Um mal deine Arbeit an einem Text fest zu machen, meine Frage: Wie lange hast du von der Gewissheit „du schreibst eine Kurzgeschichte für „Wenn der Tod lachen könnte“ bis zu dem Gedanken „so kann ich den Text lassen“ gebraucht? Sprich wie viel Arbeit waren für dich denn diese ca. 10 Seiten Text?

Und zu dem Thema des geringen Lohnes: Was machst du denn, wenn du nicht gerade schreibst? Hast du noch einen anderen Job und wie gestaltest du eigentlich sonst noch deine Freizeit?

 

Gerade dieser Text „Der Einsame“ hat eine besondere Vorgeschichte.

Ich wollte eine Geschichte schreiben, die in Irland spielt. Hintergrund war die Überlegung, ein „unmögliches“ Frühstück in einer Bed & Breakfast-Unterkunft zu erfinden. Ein skurriler Typ sollte her. Vor langer Zeit hatte ich genau diese Geschichte „in der Schublade“ – ein Verleger sagte leider nein dazu. Der fhl-Verlag Leipzig bzw. die Herausgeberin Sophie Sumburane fand sie gut. Ich schrieb sie passend auf „Wenn der Tod lachen könnte“.

Leider kann ich nicht sagen, wie viele Stunden ich an diesem Kurzkrimi gearbeitet habe. Für die Namen habe ich recherchiert. Sie sollten ja stimmig sein.

In einer anderen Anthologie ist ein Krimi von mir, den ich im Garten mit Kugelschreiber auf Papier schrieb. Die Notizen dauerten keine Stunde. Ich hatte in dem Moment eine Idee. Mit Lektorat kommen stets mehrere Stunden zusammen. Bis der Text zwischen den Buchdeckeln steht, meist Monate.

Ich denke, Bestseller-AutorInnen können vom Schreiben leben; die überwiegende Mehrheit nicht. Sie haben einen „Brotberuf“ oder einen „Familienbetrieb“. Die meisten Frauen haben einen „Familienbetrieb“, und das ist unbezahlte Arbeit genug. In der Grundschule, in der Offenen Ganztagsgrundschule sowie im Zentrum für Hochbegabungsförderung habe ich als Honorarkraft gearbeitet. Einige Lesungen werden mit einem guten Honorar bezahlt, und dort die eigenen Bücher zu verkaufen, dürfte eine wichtige Einnahmequelle sein.

 

Eine Bestseller-Kollegin hat für die „Federwelt“ des Uschtrin-Verlages einen Bericht verfasst und sich über ihr eigenes Einkommen geoutet. Da werde ich einsichtig, vielleicht auch desillisioniert und habe in den nächsten Jahren noch viel zu tun.

 

Danke, dass du mir (und somit den Lesern des Interviews) einen kleinen Einblick in das Leben einer Autorin gegeben hast.

Jeder „kleine Schreiber“ träumt ja davon einmal eines seiner Werke zu veröffentlichen. Wie war denn für dich das Gefühl, als du zum ersten Mal einen deiner Texte fertig gedruckt in den Händen halten konntest? Und wie, als dich die ersten Reaktionen von Lesern erreichten?

Schön, dass diese Frage eine wunderbare Erinnerung in mir wachruft. Ich bleibe mal beim Genre Krimi: Der erste Kurzkrimi 2003 erschien in der Anthologie „Schlaf‘ in himmlischer Ruh… – 24 Morde bis Weihnachten“, in der namhafte KrimiautorInnen veröffentlicht haben. Die Lokalpresse hat das aufgegriffen und einen Zeitungsbericht geschrieben.

Die Anthologie, die ich zum Autorenrabatt kaufen konnte, habe ich sehr oft verkauft. Da in „Gerdas Fürsorge“ einige hochtoxische Wildbeeren vorkamen bzw. ein Rezept, wuchs die Idee, „Giftmörderin“ zu werden – literarisch gesehen.

Die Reaktionen gingen in die Richtung: „Weiter so“.

 

Schön, dass deine Arbeiten von Anfang an so gelobt wurden! Mit einem herzlichen Dankeschön endet dann auch dieses Interview in der Reihe „Darf ich bitten? Deutschsprachige Autoren im Interview!“

 


 

[GEWINNSPIEL]

Damit aber nicht genug, denn es geht noch weiter! Mir wurden freundlicherweise durch Heike Gellert von Anja Gundlach 3 (!) Exemplare von „Wenn der Tod Lachen könnte“ zur Verfügung gestellt um sie an EUCH zu verlosen. 

2014-07-21 19.20.44-1

 

 Klappentext und weitere Informationen finden sie auf der Verlagsseite und auf Amazon.

Aber ich will es euch ja auch nicht ZU einfach machen, daher reicht ein einfacher Kommentar leider nicht aus. Stattdessen möchte ich zusätzlich von euch erfahren:

Wenn der Tod lachen könnte, dann…?

Was wäre eurer Meinung nach dann? Lasst eurer Kreativität freien Lauf und keine Angst! Ihr sollt keine Kurzgeschichte verfassen, ein einfacher Satz reich vollkommen aus. Gebt aber bitte eure E-Mail Adresse oder sonstige Kontaktmöglichkeiten mit an!

 

Meine persönliche Antwort: Jedes Mal, wenn es einen Tod gibt, vernimmt man ein leises, gruseliges Lachen. 

 

Zeit habt ihr bis Mittwoch, den 6. August 2014 um 23:59h! Donnerstags werden dann die drei Gewinner bekanntgegeben, die dann auch per E-Mail kontaktiert werden!

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20 Gedanken zu “Darf ich bitten? Heike Gellert im Interview! +Gewinnspiel

  1. Hallo Annika!

    Ich finde deine Fragen gelungen. Die Antworten von Heike Gellert zeigen, dass Sie sich viel Zeit für das Interview genommen hat. Außerdem kommt Heike locker und sympathisch rüber.
    Durch dieses Interview habe ich Lust auf ihre Werke bekommen und hüpfe daher gerne in den Lostopf.

    Wenn der Tod lachen könnte, dann…
    …lache ich eben zurück.

    Liebe Grüße
    Susann

    • Hej aus Kamen,
      vielen Dank. Vielleicht bin ichs auch “auf dem zweiten Blick” 🙂
      Annika hat mich ebenso beindruckt. Ach, Ihr BuchbloggerInnen habt Euch die Sympathie aller AutorInnen verdient. Weiter so…
      Liebe Grüße
      Heike

      • Hallo von Mallorca 😀

        Bestimmst! 😉
        Oh, vielen Dank!
        Wir geben uns alle viel Mühe den Autoren und unseren Lesern das best mögliche zu bieten 🙂 Machen wir! 😊

        Liebe Grüße
        Annika

  2. ….gäbe es bestimmt weniger Selbstmörder! Denn jedes Mal, wenn sich jemand allzu dumm anstellt oder nur halbherzig, amüsiert der Tod sich…
    Andere Variante: Dann hätte der Tod sich schon totgelacht und es gebe keine toten mehr!
    Danke für das tolle Interview und diese Frage!
    Liebe Grüße
    Bine
    (Nilis_Buecherregal@web.de, ist eine andere, WordPress will die aber irgendwie nicht übernehmen 😉 )

  3. Huhu 🙂 Schönes Interview und eine Super Aktion von euch Bloggern und Autoren 🙂

    Da mich das Interview neugierig gemacht hat, schmeiß ich mein Los auch in den Topf 😉

    Wenn der Tod lachen könnte, dann würde es nur der hören, der von ihm geholt wird. 3:)

    • Hallo Robby 🙂

      Toll, dass dir die Aktion gefällt. sie wird noch einige Zeit lang gehen und es werden noch viele weitere tolle Autoren interviewt. Also, wenn die Aktion dich interessiert am Besten immer Mal wieder vorbei schauen 🙂

      Und schon bist du im Lostopf gelandet 🙂

      Grüße,
      Annika

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