[Out of Topic] Ich bin empört!

Also was ich gerade erlebt habe, hat mich wirklich erschüttert!

Ich habe eine E-Mail von Zvi Likwornik erhalten, die weder Vertrauens erweckend noch Aussagekräftig war. Im Anhang gab es vier Aussagen zu einem Buch, die mir von Outlook empfohlen wurden, nicht zu öffnen.

Als ich dann etwas recherchiert habe, wer dieser Herr ist, habe ich gesehen, dass es ein Autor ist, der über den Holocaust schreibt, den er mit erlebt hat.

Da mir somit klar war, dass es keine Spam E-Mail oder Virus ist, habe ich geantwortet, wollte wissen, was genau er von mir will.

 

Er sagte mir dann, dass er gerne eine Meinung zu seinem Buch hätte. Da mich dieses Thema aber nicht besonders anspricht, habe ich ihm das auch geschrieben.

Was mich jetzt an dem ganzen stört?

Seine Antwort auf dieses Ablehnen!

Diese lautete wie folgt:

      Hello Annika.

Für Mich ist das kein Problem, Ich habe schon Grössere Brobleme überlebt,

Ich ferschtehe das Thema Cholocaust Euch nicht 100 Prozent anspricht ; ´ und das ist  das neue Deutschland ,!!!!!

Ich ferzüchte und damit ist die Sache beedet,

Zvi  Likwornik

 

Besonders der letze Teil mit der Bezeichnung „das ist das neue Deutschland“ hat mich gestört. Was will er denn bitte damit ausdrücken? Das das neue Deutschland genauso schlimm ist, wie zur Zeit vom Holocaust? Oder gar schlimmer?

Ich habe mich echt beleidigt gefühlt, und das nur, weil mich sein Buch nicht anspricht!

Also ich fand diese Reaktion seinerseits wirklich unter aller Sau. Jemanden zu verurteilen oder in einen Topf zu stecken, weil dieser sich nicht für Geschichte interessiert. Ich schaue eben lieber in die Zukunft und nicht auf das, was ANDERE vor meiner Zeit alles falsch gemacht haben.

Genauso wenig mag ich die Leute, die immer noch auf uns Deutschen herum hacken, weil wir damals so böse waren. Dabei leben hier in Deutschland schon die nächsten Generationen, die an all dem nichts konnten und vielleicht anders gehandelt hätten.

 

So, ich musste das jetzt einfach mal loswerden und euch über meinen Unmut über diesen Autor loswerden.

Wie seht ihr das Ganze? Was haltet ihr von seiner Reaktion und denen von anderen, die immer noch auf uns Deutschen rum hacken?

 

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16 Gedanken zu “[Out of Topic] Ich bin empört!

  1. Puh, was für eine blöde Geschichte!

    Ich muss sagen, dass ich beide Seiten vielleicht ein wenig verstehen kann.
    Deine absolut, weil ich finde, dass es dein gutes Recht ist den Vorschlag abzulehnen. Was bringt ein widerwilliges Lesen, das die Rezension vielleicht sogar negativ beeinträchtigt? Mal unabhängig des Themas, finde ich die Reaktion des Autoren dann doch sehr unglücklich und auch unangemessen.
    Auf der anderen Seite kann ich ihn aber auch irgendwie verstehen, weil man nicht weiß, wie viele „Absagen“ er schon bekommen hat. Und mal vor dem Hintergrund gesehen, dass die letzten Zeitzeugen langsam aber sicher wegsterben, sieht er wahrscheinlich auch den Ernst der Lage, dass es einfach verbreitet werden muss. Hinzu kommt vermutlich auch die Sprachbarriere. Ich denke, wenn er Deutschland allgemein verurteilen wollte, würde er keine deutschen Leser und Leserinnen für seine Bücher suchen.
    Auch wenn ich deiner Meinung bin, was das Pauschalisieren von Menschen angeht und das man gewisse Dinge mit der Zeit mal ruhen lassen sollte, werden wir nie verstehen, was so eine Erfahrung aus einem Menschen macht und wie sie sich wirklich anfühlt.
    Ich glaube, du warst zur falschen Zeit am falschen Ort und hast etwas abbekommen, was sich womöglich über längere Zeit schon aufgestaut hat.
    Ärgere dich nicht mehr allzu sehr 🙂

    • Ja, ich verstehe seine Seite ja auch. Er scheint wirklich viel Schlimmes erlebt zu haben, aber mittlerweile (ich habe versucht ihm sachlich zu erklären, WIESO ich es nicht lesen möchte), da kam gerade die E-Mail, dass „ich nicht abgelehnt habe sein Buch zu lesen, weil es mich nicht interessiert, sondern weil ich keine 18 Euro ausgeben will. Und ich mich damit „beschmutzt“ habe.“
      Langsam wird das echt extrem, wie er gegen mich geht, weil ich schlicht und höflich gesagt habe, dass es nicht mein Buchgebiet ist.

      Ich denke, ich werde jetzt den Kontakt zu ihm abbrechen, da ja nun sowieso alles gesagt zu sein scheint.

      Danke für deinen Kommentar zu diesem Thema! Er hat mich auch etwas runter gebracht 🙂

      Lieber Gruß
      Annika

      • Na sowas… unter diesen neuen Gesichtspunkten möchte ich auch keine Entschuldigungen mehr für ihn suchen. Das geht ja bald ins Unverschämte. Dann solltest du dir wirklich nicht mehr die Mühe machen etwas zu erklären.
        Trotzdem einen schönen Sonntag noch und den Kommentar habe ich gern geschrieben. Liebe Grüße zurück

      • Ja, ich war wirklich kurz geschockt, als ich diese letzte E-Mail gelesen habe.
        Habe die E-Mails jetzt ad acta gelegt und werde die Sache zwischen ihm und mir ruhen lassen und nicht weiter zurück schreiben.

        Dir auch einen schönen Sonntag!
        Annika

      • Ich glaube, das ist das Beste. Aber ich weiß auch, dass einem sowas immer nachhängt, weil man sich einfach unverstanden fühlt und jetzt einen „Konflikt“ akzeptieren muss, ohne dass man ihn vernünftig lösen konnte.

        Danke dir 🙂

      • Ja, deswegen hatte ich ihm ja überhaupt mehrmals zurück geschrieben. Ich wollte die Sache klären und ihm zu verstehen geben, dass es nichts mit ihm oder dem Geschehenen zu tun hat, dass das Buch einfach nichts für mich ist.

        Es ist schade, dass der Konflikt jetzt so in der Luft hängt, aber es ist wohl einfach die beste Lösung.

    • Ärgere dich nicht über seine Reaktion.
      Freie Meinungsäußerung und Rezensionen sind doch gewünscht. Dem einen gefällts, dem anderen nicht. Man sollte daher mit auch nicht so toll ausfallenden Rezensionen/Meinungen rechnen, bzw. sachliche Kritik annehmen können. Aber es gibt immer Menschen, die mit sowas nicht umgehen können und dann eben so reagieren. Wenn einem das Buch nicht anspricht, heißt das noch lange nicht, dass man sich nicht für Geschichte interessiert.
      Aber du hast Recht, ich finde auch man sollte zwar wissen, was in der Vergangenheit geschehen ist, dennoch in eine positive Zukunft sehen und das beste aus seiner Gegenwart mit einem Lächeln herausholen – und nein, es bringt nichts immer in die Vergangenheit zu starren und sich für die Dinge schämen “müssen/sollen”, die andere verbrochen haben…
      – und dann das persönliche angreifen mit der Mail finde ich nun ja unter aller Kanone…
      Sollte erst mal lernen mit Meinungen anderer Umgehen zu können

      • Danke für deine Zustimmung!
        Es freut mich, dass ich nicht die Einzige bin, die so denkt.
        Es ist schade, wenn Menschen sich in der Vergangenheit verlieren…
        Ja, ich war wirklich erschrocken über diese Äußerung von ihm. Damit hatte ich nicht gerechnet.
        Danke für deinen Kommentar und lieber Gruß
        Annika

  2. Nicht viel darüber nach denken. Ich kenne den Herrn nicht, weiß nicht wie seine Bücher zu bewerten sind. Ich habe Verständnis dafür, dass gerade Überlebenden des Holocaust Schwierigkeiten haben ein “normales” Verhältnis zum heutigen Deutschland zu entwickeln. Wie gesagt, ich würde seine Antwort nicht über bewerten.

    • Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Ja, ich verstehe seine Stellung zu Deutschland zwar auch, aber diese Überreaktion war doch etwas schockierend für mich.
      Ich versuche jetzt etwas Abstand dazu zu bringen, würde aber dennoch gerne weiterhin Meinungen von euch bezüglich diesen Themas erhalten.
      Ich glaube, mein Beitrag soll auch Leuten helfen, die zukünftig von ihm vielleicht eine Nachricht erhalten und so dann vielleicht von Anfang an wissen, wie man noch besser auf diesen Herren reagieren/nicht reagieren kann.

      Wünsche dir noch einen schönen Sonntag!
      Annika

  3. Ich habe mich mit mehreren Überlebenden des Holocaust unterhalten. Kein Einziger hegte einen Groll gegen die Deutschen an sich. Schon gar nicht gegen die heutige Generation.
    Einige haben Bücher gelesen, andere sogar wieder deutsche Frauen geheiratet und wieder andere sich komplett zurück gezogen.
    Es war immer sehr interessant ihre Geschichten zu hören und mit ihnen zu reden und auch zu diskutieren.
    In deinem Fall hier denke ich das der Herr nicht wirklich das Ziel hat das man sein Buch liest, sondern es kauft. Ich denke hier geht es ums Geld und nicht um politik oder sonstwas.
    Der Herr will möglichst kostenlose Werbung für sein Buch und ist wohl nun angepisst das das nicht so läuft.
    Ihm sollte beim überfliegen von deinem Blog schon aufgefallen sein, das dies gar nicht deine Richtung ist. Er hat es dennoch probiert. Mein Gott. Lass dir das nicht zu sehr zu Herzen gehen.
    Also nix einreden lassen von wegen Schuld und stempel das ab.

    • Vielen Dank für deine Meinung Christian!

      Ich kann mir vorstellen, wie interessant das gewesen sein muss, mit diesen Personen zu reden und alles aus ihrer persönlichen Sicht zu hören.

      Ja, spätestens nach der E-Mail mit dem „beschmutzen“, weil ich das Buch nicht kaufen will, habe ich auch in diese Richtung gedacht und mich gleichzeitig gefragt, wie man denken kann, dass das die richtige Marketingstrategie sei.
      Alles klar, werde ich versuchen.

      Wünsche dir noch einen schönen Rest-Sonntag!
      Annika

  4. Tja, was soll man dazu noch sagen. Bei allem Respekt, auch ein Überlebender des Holocaust muss eben kein netter Mensch sein. Es wundert mich überhaupt, dass er dachte, er käme damit durch, dir knapp 20€ für ein Buch abzunehmen, dass du dann vielleicht nicht mal gemocht hättest, weil das Thema nicht deinen Interessen entspricht. Niemand kauft die Katze im Sack. Du hast dir nichts vorzuwerfen.
    Zu deiner zweiten Frage: ich habe nicht das Gefühl, dass auf mir herum gehackt würde. Ich kann mich nicht erinnern, dass mir je vorgeworfen wurde, faschistisch zu sein und schon gar nicht, nur weil ich Deutsche bin. Auch im Ausland nicht. Ich glaube auch nicht, dass jemand irgendwann einmal auf die Idee kam, ich könnte faschistische Vorstellungen haben. Aber ich fühle mich auch nicht angesprochen, wenn jemand über „die Deutschen“ spricht. Ja, ich bin Deutsche, aber nur auf dem Papier. Es bedeutet mir nichts. Ich bin ich selbst, ich bin ein Individuum. Was interessiert es mich, wenn irgendjemand, der mich nicht kennt, unqualifizierte Vorurteile über meine Landsleute abgibt? Ich bin intelligent genug, um zu begreifen, dass es hunderte Länder gibt, die weniger liberal sind als meine Heimat. Hunderte Länder, die tatsächlich faschistische, diskriminierende Gesetze ausüben. „Alle Deutschen sind sowieso Nazis“, das ist ein Totschlag-Argument, das jegliche Diskussion erstickt und darauf hindeutet, dass der oder die GesprächspartnerIn nicht mehr weiß, was er/sie sonst sagen soll. Menschen, die so etwas äußern müssen, weil sie sich nicht anders zu helfen wissen (und vermutlich auch begriffen haben, dass sie dabei sind, im Gespräch unterzugehen), tun mir einfach nur leid. Warum sollte ich mich von jemandem angegriffen fühlen, für den/die ich Mitleid empfinde?
    Solche Vorwürfe erzeugen doch nur dann Wut, wenn wir sie an uns heranlassen. Ein wenig Gelassenheit kann da Wunder wirken. 😉

    Liebe Grüße,
    Elli

    • Hallo Elli,
      danke für den ausführlichen Kommentar.

      Du hast Recht, dass ich da gelassener sein müsste, aber so etwas löst einfach etwas in mir aus. Ich kann nicht einfach still auf „löschen“ drücken und nicht mehr darüber nach denken. Besonders, wenn damit ein derartiger Konflikt zurück gelassen wird, bei dem ich beschimpft wurde.
      Das heute war auch soweit ich weiß, der erste Konflikt den ich mit solchen Personen über/auf Grund historischer Ereignisse hatte.
      Was mir nur schon des öfteren aufgefallen ist (und was mich stört), dass z.B. in politischen Richtungen, wir oft noch negativ dargestellt werden, uns immer noch Vorwürfe gemacht werden und wir immer noch „Buße“ tun sollen. Das ist etwas was ich sehr ungerecht finde und diese Leute, die so denken, nicht zu besser Menschen machen.

      Du hast aber durchaus recht mit deiner Einstellung des Individiums und ich stimme dir in dieser Hinsicht vollkommen zu.

      Aber ich versuche beim nächsten Mal (das hoffentlich nie sein wird) deinen (und damit auch den der anderen Kommentatoren) umzusetzen und mich nicht so leicht reizen lasse und lieber einfach dazu Abstand nehme.

      Liebe Grüße
      Annika

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