„Lesen ist anstrengend, Fernsehschauen ist einfacher!“

 

Wenn Annika grübelt

 

Diesen Satz habe ich letzten Mittwoch tatsächlich von einem Freund gehört.

Ich war auf der Suche nach einem neuen Thema über das ich hier schreiben wollte und habe Mal meine Freunde gefragt.

Ich habe ihnen das Wort „Bücher“ gesagt und sie sollten alles sagen was ihnen einfällt, mit der Hoffnung, dass mir dabei ein Beitragsthema einfällt.

Meine beste Freundin war voller Eifer und kam mit Sachen wie „Spannung, Fantasy, Fesselnd,…“ was mir leider gar nichts brachte.

Als sie ihren Redefluss unterbrochen hatte, meinte ein Kumpel schlicht und ergreifend: „Anstrengend“.

Ich schaute ihn erst einmal total verwirrt an: „Wieso fällt dir bei „Bücher“ anstrengend ein?“

Er meinte daraufhin, dass für ihn das Lesen viel zu anstrengend sei und er lieber Fernsehschauen würde. Das wäre einfacher.

 

Noch immer bin ich etwas geschockt davon, dass er Lesen anstrengend findet, aber ich war sofort begeistert von seiner Aussage und wusste, darüber will ich schreiben.

 

Hier ist er nun also, der Beitrag zum Thema „Lesen ist anstrengend, Fernsehschauen ist einfacher!“

 


 

 

An sich kann man sagen, dass es stimmt, dass Lesen einem doch mehr abverlangt, als einfach nur stur auf einen Fernseher zu schauen. Aber ist das deswegen besser?

 

Ich meine Mal gehört zu haben, dass Fernsehschauen nicht gut für das Gehirn sei, weil es beim Fernsehschauen „verdummt“. Denn das Gehirn muss weder „nachdenken“, noch sich „anstrengen“, wenn man Fernsehn schaut. Man sieht einfach nur die Bilder vor dem Auge und muss nicht mehr viel machen.

 

Anders ist es beim Lesen. Denn da wird ja auch die Fantasie sehr angeregt, denn man hat ja nur die Beschreibung. Das Bild an sich muss man sich erst selbst überlegen.

Meiner Meinung nach ist es viel schöner gelesenes in eigene Bilder umzuwandeln, als gesehene Bilder einfach nur aufzunehmen.

 

Klar, abends schaue ich auch sehr gerne Mal einfach nur Fern. Aber ohne Bücher und nur mit einem Fernseh könnte ich nicht leben.

 

Dafür liebe ich das Anregen der eigenen Fantasie viel zu sehr. Das besondere eintauchen in eine andere Welt, die einem noch näher kommt, wenn man auch seine eigene Fantasie mit einbringen kann, ist einfach zu Besonders für mich. Denn, dass macht für mich auch ein gutes Buch erst aus: Wenn ich einfach in eine neue, fremde Welt eintauchen kann und dabei meine eigene Fantasie benutzen kann.

 

Das kann man beim Fernsehschauen komplett vergessen. Da sieht man eben was einem gezeigt wird und das ist fest. Keine eigene Fantasie.

 

Abschalten kann man aber bei beidem äußerst gut. Das kann ich persönlich sowohl beim Lesen, als auch beim Schauen von Filmen. Das eine ist eben kreativer als das Andere.

 


 

Und was denkt ihr zu diesem Thema?

Da ihr Bücher wahrscheinlich genauso liebt wie ich, werdet ihr zumindest Fernsehschauen und Lesen gleichstellen, oder eben Lesen Höher.

 

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11 Gedanken zu “„Lesen ist anstrengend, Fernsehschauen ist einfacher!“

  1. Interessantes Thema :-). Für mich hat beides seinen Reiz – je nach Stimmung und Anspruch. Bei mir sind es Phasen, manchmal schaue ich lieber fern statt zu lesen, manchmal nutze ich die Zeit, während die anderen TV schauen, um zu lesen. Das kommt auf das Programm- und das Buch an… Aber grundsätzlich könnte ich eher ohne TV leben als ohne Bücher ;-). Liebe Grüße

    • Ja, fand ich auch! 🙂 Deswegen wollte ich auch unbedingt einen kleinen Beitrag dazu verfassen.
      Das stimmt, es kommt oft genug vor, dass das Fernsehprogamm eher dürftig ist und besonders dann ein Buch reizt.
      Und du hast mich gerade auf eine neue Idee für einen Beitrag gebracht :’D Danke! 😉
      Im Endeffekt sehe ich es so ziemlich wie du! (:

  2. Aber im Grunde genommen ist fernsehen einfacher als lesen. Da muss ich deinem Freund recht geben. Aber genau wie Schokolade essen eben auch einfacher ist als Sport machen. Man muss halt seine Prioritäten setzen und da gehört denke ich mehr dazu, als die Frage ob etwas einfach ist oder nicht.
    Ich finde die Frage, was bringt einem mehr: Lesen oder Fernsehen – viel interessanter. Beim Fernsehen hat man eine große Zeitersparnis. Ich kann mir Dinge aus Filmen zum Beispiel viel besser merken, weil sie auditiv und visuell arbeiten. Jedoch kann man bei einem Buch besser herausfiltern, was man haben möchte. Kann man bei Youtube aber zum Beispiel auch. Man hat keine Werbepausen, man tut etwas für sein eigenes Sprachverständnis und die eigene Sprachentwicklung. Man kann es so ziemlich überall tun. Man ist nicht vom (teilweise sehr schlechtem) Fernsehprogramm abhängig und muss seinen Tag so planen, dass man seine Lieblingsserie schauen kann. Mit einem Buch kann man sogar in den Pausen einfach abschalten – Rauchen ist eh ungesund 😉
    Sicher gibt es noch mehr Dinge, die gegen das eine oder für das andere sprechen, aber damit habe ich dir vielleicht eine Idee für ein neues Thema gegeben 😉
    Ich lebe seit Mittlerweile neun Monaten ohne Fernsehanschluss und mir gehts super. Ich sehe nur fern, wenn ich woanders bin und da nicht mal sehr gerne, denn das Programm ist echt ziemlich dürftig. Und dazu kommt, dass ich sehr viel mehr gelesen habe in dieser Zeit als vorher ^^
    Liebe Grüße, Tinka

    • Vielen Dank für deine Antwort! 🙂
      Ich kann mir Sachen aus Büchern sogar teilweise besser merken, als aus Filmen 😮
      Stimmt, mittlerweile hat das Internet das Fernsehen sehr weit überholt und ich lerne immer mehr Menschen kennen, die genauso wie du, keinen Fernseher/Fernsehanschluss mehr haben. Und das kommt auch ziemlich oft von denen, die äußerst gerne lesen. Ob da wohl ein Zusammenhang besteht? Also, dass der Fernseher häufig abgeschafft wird, weil man ja (die) Bücher hat?
      Liebe Grüße, Annika

      • Das ist allerdings schon eine interessante Beobachtung ^^ Kann schon sein, der Vorteil am Internet ist wirklich der, dass man genau das sehen kann, was man möchte. Man hat zwar auch Werbung, aber die ist sehr viel Kürzer, als beim Fernsehen… Eigentlich eine Frechheit… Also, das Fernsehen.

      • Finde ich auch 😉
        Ja, den Vorteil habe ich auch schon bemerkt. Mittlerweile schaue ich auch öfter als vor 1 Jahr Sachen im Internet. 🙂

  3. Habe diese Aussage auch des Öfteren schon in meinem Freundeskreis gehört. Wirklich schockierend! Was mir zu diesem Thema sofort einfällt, ist die Tatsache, das meistens das Buch viiiiiiel besser ist als der Film. Zumindest wenn man sich zuerst dem Buch widmet und dann die Verfilmung dazu. Meist ist man so enttäuscht (auch des Öfteren von anderen, lesefreudigen Freunden gehört) weil gerade die eigene Fantasie ganz anders tickt als es im Film dargestellt wird. Da reicht es vielleicht schon, wenn eine Person im Film so gar nicht wie in deinen Vorstellungen aussieht… 🙂

    • Ja, es ist wirklich schwierig eine gute Buchverfilmung aufzuzählen. Und meistens wird auch total viel gekürzt oder sonst wie verändert.
      Einerseits freue ich mich immer riesig auf Verfilmungen, wenn man das ganze Gelesene in richtigen Bildern sehen kann, aber man wird eben auch schnell enttäuscht.

      • Ich bin zwar kein harry potter fan habe auch nie ein Buch zu Ende gelesen, aber ich würd jetz einfach mal sagen, dass diese Streifen gelungene Verfilmungen sind :). Ich persönlich bevorzuge mein eigenes Kopfkino beim Lesen. Ist doch irgendwie spannender 😀

      • Ja, ich muss auch sagen ich habe vor Jahren den zweiten Teil angefangen und nie fertig gelesen, obwohl der Teil auch nicht gerade dick ist. Ich merke, dass ich gerade richtig Lust darauf bekomme, es noch einmal zu probieren 🙂
        Ich bevorzuge meine eigene Fantasie nämlich auch 🙂
        Aber wenn man ein Buch nach dem Film liest, dann hat man leider schon die festen Bilder aus dem Film dazu.

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